Wusstest du, dass viele scheinbar „barrierefreie“ Websites für blinde Menschen oft nicht funktionieren?

Wusstest du, dass viele scheinbar „barrierefreie“ Websites für blinde Menschen oft nicht funktionieren?
Viele Websites setzen auf sogenannte Overlays – Tools, die nachträglich über eine Website gelegt werden.

Das Problem: Sie machen Websites nicht automatisch barrierefrei.

Für blinde Menschen können sie sogar hinderlich sein:

  • Screenreader können Elemente der Website und der Overlays vermischen
  • Funktionen sind schwer oder gar nicht auffindbar
  • Navigation ist kaum oder gar nicht möglich, da Tastenkombinationen abgefangen werden

Gerade bei Anträgen, Formularen, Behördenportalen und vielen alltäglichen digitalen Anwendungen wie Online-Banking, Webshops oder digitaler Terminvergabe bei Praxen und Ämtern werden diese Hürden besonders spürbar.
Und genau hier zeigt sich ein größeres Problem: Wenn Zugänge fehlen oder zu kompliziert sind, verzögert sich Versorgung und das kann langfristig Auswirkungen auf Gesundheit und Teilhabe haben.

Was wirklich hilft:

  • klare Seitenstruktur
  • verständliche Überschriften, die auch als solche formatiert sind
  • direkter Zugang zum Hauptinhalt – mit klaren Navigationswegen und direkten Verlinkungen zu Unterseiten
  • technische Grundlagen wie sogenannte „Skip Links“ oder Seitenbereiche (Landmarken), die Screenreader gezielt ansteuern können
  • direkter Zugang zu „Cookies ablehnen“-Buttons
  • alternative Zugänge (z. B. telefonisch)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat zu diesem Thema folgende Stellungnahme veröffentlicht: https://www.dbsv.org/accessibility-overlays.html